Wohnraumakku

Kommen wir zum Wohnraumakku:

Als erstes und wichtiges ist hier die Aufstellung und Befestigung des Akkus zu erwähnen. Da sich die meisten Akkus in den Wohnräumen selber befinden sind hier nur Gelakkus oder Säureakkus mit Entgasungsschlauch zu verwenden. Um nicht alles neu zu schreiben, hier ein Text der Berufsgenossenschaft Chemie zum Thema Ladung und “Entstehung von Knallgas” sowie Explosion von Akkus. Weiterhin ist der Akku fest mit dem Fahrzeug zu verankern.

Ich will hier keine Angst verbreiten, dass ständig Batterien explodieren und man ständig in Gefahr ist - nein, richtig ist nur, dass beim Selbstbauen der Anlagen ohne das nötige Wissen viel passieren kann. Also bitte: VORSICHT!

Die Größe des Wohnraumakkus ist von der Ausstattung des Womos und von den eigenen Gewohnheiten abhängig. Simple Aussage: je mehr Verbraucher ich habe und auch benutze, desto mehr Akkukapazität benötige ich.
Fahre ich nur Plätze mit Stromversorgung an, lege ich Wert auf einen gutes bzw. großes stationäres Ladegerät, ansonsten benötigt man eine entsprechend dimensionierte Solaranlage (oder eine Kombination aus beidem - vor allem im Winter).

Für Dimensionierung einer Wohnraumbatterie müssen wir also etwas rechen:

z.B. Ein Fernseher hat 45Watt Aufnahmeleistung, Benutzung 3h am Tag
   Für Licht wird benötigt: 3 Lampen á 15Watt = 45Watt, Benutzung 4h am Tag
   Wasserpumpe mit 25Watt für 1h sowie Heizung mit 26Watt für 6h
   erforderliche Akkukapazität: 45W * 3h = 135Wh
                      45W * 4h = 180Wh
                      25W * 1h =  25Wh
                      26W * 6h = 156Wh
                Summe:          496Wh / 12V = ca. 41Ah am Tag

Bei eine Bordbatterie von 105Ah und einer max. Entladekapazität von 80% würde die Batterie ohne nachzuladen nach ca. 2 Tagen leer sein.

Nun noch etwas zum Parallelschalten von Akkus:

Es sollten immer nur zwei identische (gleiche Leistung, gleiches Alter, gleicher Typ - am besten gleicher Hersteller) parallel geschaltet werden, da sich die Akkus gegenseitig beeinflussen können (Entladung, Ausgleichsströme, etc.) Auch müssen die Verbindungskabel entsprechend dimensioniert und mit Quetschkabelschuhen versehen werden, da zwischen den Akkus sehr hohe Ströme fließen können.